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Mehr Power fürs WLAN: So funken Sie schneller und weiter

100 Meter im Freien, 30 Meter im Haus – diese Werte finden sich nahezu standardmäßig auf den Verpackungen von WLAN-Routern. Sind alle Komponenten installiert, folgt dann oft die Enttäuschung: Die Verbindung zum Internet läuft nur stockend, das Kontrollprogramm für das drahtlose Netzwerk meldet eine niedrige oder sogar sehr niedrige Signalstärke. Abhilfe: Platzieren Sie Ihren PC näher an den Router – oder optimieren Sie die Verbindung. So geht's:

Die Platzierung ist wichtig

WLAN-Modems beziehungsweise -Router haben einen entscheidenden Nachteil: Ihre Funkleistung ist vom Gesetzgeber eingeschränkt. Mehr als 100 Milliwatt dürfen sie nicht abstrahlen. Deshalb sind auch so genannte Booster, die zwischen Router und Antenne geschaltet werden und die Leistung auf bis zu 500 Milliwatt erhöhen, in Deutschland verboten. Dennoch lässt sich den Geräten deutlich mehr Power entlocken: Durch eine bessere Platzierung und ganz spezielle Antennen. So reicht es manchmal schon aus, den Router möglichst weit weg von metallischen Einrichtungsgegenständen (wie Regalen, Fernsehern, Hifi-Anlagen, Lautsprechern etc.) aufzustellen. Diese Teile reflektieren die Funkwellen und führen beim Empfänger unter Umständen zu einem Leistung mindernden Datenwirrwarr. Für die überbrückung von Distanzen über 15 Metern sollten Sie zudem darauf achten, dass zwischen Router und PC-Empfänger sozusagen Sichtkontakt besteht. Zur Durchdringung dicker Mauern oder Betondecken gibt es allerdings nur ein Mittel: eine bessere Antenne.

Mehr Leistung durch Bündelfunk

Die meisten WLAN-Router sind mit einer internen oder einer relativ kurzen Außenantenne bestückt. Deren Abstrahlungsleistung reicht aber in der Regel nicht aus, um beispielsweise ein ganzes Einfamilienhaus mit einem Interanschluss zu versorgen. Wird die Standardantenne gegen einen langen "Rundstrahler" ausgetauscht, kann sich die Signalqualität deutlich verbessern. In diesem Zusammenhang sollten Sie sich den Begriff "Antennengewinn" merken, ausgedrückt in Dezibel (dB). Je höher die Zahl, desto größer die Leistung. So bringt der Austausch der kurzen Standardantenne des WLAN-Routers zugunsten einer längeren Version einen Gewinn von etwa 5 dB, was in der Praxis die größtmögliche Distanz ein paar Meter erweitert. Wer mehr will, muss eine Richtantenne anschließen. Die funkt nicht wie ein Rundstrahler in alle Richtungen, sondern bündelt die Wellen in einer ganz bestimmten Richtung, also genau dorthin, wo sich die Empfänger befinden. Der Gewinn einer Richtantenne kann durchaus bei 20 dB liegen, da verlieren selbst dicke Mauern ihren Schrecken. Dem Antennengewinn entgegen wirkt die Dämpfung des Verbindungskabels zwischen Router und Antenne. Je länger und dünner dieses ist, desto größer ist dessen Widerstand und somit auch der Leistungsverlust. Um bei einem WLAN die maximale Reichweite zu erzielen, sollte man den Kabelweg zur Antenne deshalb so kurz wie möglich halten und dickere Spezialkabel verwenden.



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