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Wiederverwertung: So schlachten Sie Ihren alten PC richtig aus
Sie ärgern sich Tag für Tag über Ihren in die Jahre gekommenen PC? Großformatige Videos und aktuelle Spiele laufen – wenn überhaupt – nur mit Störungen? Dann ist es Zeit für einen neuen Rechner. Wem dazu das nötige Kleingeld fehlt, kann dennoch in den Genuss neuer Computer-Power kommen: Durch den Austausch jener Komponenten, die für die Leistung zuständig sind. Und so geht's: Diese Komponenten können Sie wahrscheinlich weiter verwenden: Das Gehäuse ist nur die äußere Hülle des Computers und hat keinerlei Einfluss auf dessen Leistungsfähigkeit. Sie sollten aber darauf achten, dass der Einschalt- und der Reset-Knopf noch immer gut funktionieren und auch alle Leuchtdioden intakt sind. Ebenso die Anschlüsse, die Isolierungen der Kabel und der Stecker dürfen keine Schäden aufweisen. Dass sämtliche Lüftungsöffnungen frei sind und das Gehäuse innen von Staub befreit ist, versteht sich von selbst. Verfügt das Netzteil über wenigstens 300 Watt und besitzt einen vierpoligen CPU-Stecker, ist es auch für die schnellen Pentium-4-Prozessoren geeignet. Wichtig ist auch hier, dass die Lüftungsschlitze frei sind und sich der Lüfter ohne Störgeräusche dreht. Wenn sich Ihr PC über eine separate Netzwerkkarte mit dem Internet oder Ihrem lokalen Netz verbindet, können Sie diese Karte auch für den nächsten Rechner verwenden. Der 100-Mbit-Standard ist für DSL-Leitungen mit ihren maximal 16 Mbit/s mehr als ausreichend. Und nur, wenn Sie oft riesige Datenmengen innerhalb Ihres lokalen Netzes bewegen, lohnt sich die Anschaffung einer 1-Gigabit-Karte. Besitzt Ihr alter Rechner ein CD/DVD-Laufwerk, das Silberscheiben nicht nur liest, sondern auch brennt, sollten Sie es weiterverwenden. Geräte der neuesten Generation sind nämlich oft nicht viel schneller. Anders sieht es dagegen aus, wenn Sie so genannte Double-Layer-DVDs mit rund doppelter Aufzeichnungskapazität brennen wollen, dann kommen Sie um ein neues Laufwerk kaum herum. Apropos Laufwerk: Ihre alten Festplatten gehören keineswegs in den Elektronikschrott. Ihre mechanische Qualität ist seit Jahren so gut, dass sie zehn und mehr Jahre problemlos laufen können. Wenn der Speicherplatz zu knapp ist, kaufen Sie einfach eine oder zwei weitere Festplatten, die gibt es heute beispielsweise mit 200 Gigabyte Kapazität für weniger als 100,- Euro. Beachten Sie aber bitte: In einen PC lassen sich maximal drei Festplatten einbauen, je mehr Festplatten allerdings angeschlossen sind, desto höher sind Stromverbrauch und Geräuschkulisse. Eine große Platte ist somit sinnvoller als zwei kleine. Diese Komponenten müssen Sie austauschen: Wichtigstes Element in einem Computer ist die Hauptplatine, oft auch Motherboard genannt. Auf ihr sitzt der Hauptprozessor (CPU), außerdem gibt es Steckplätze beispielsweise für die Grafik- oder Netzwerkkarte. Bei Online-Auktionshäusern oder in einem Computerladen können Sie gute gebrauchte oder nagelneue Platinen mit oder ohne CPU erwerben. Wenn Sie den Hauptprozessor (zusammen mit einem passenden Lüfter) einzeln kaufen, achten Sie auf die Sockelbezeichnung, sonst passt er nicht aufs Motherboard. Gleiches gilt für die Speicherriegel (RAM). Da die Preise für Arbeitsspeicher nach wie vor recht niedrig sind, sollten Sie sich 512 oder besser gleich 1024 MB gönnen. Maßgeblich für die optische Leistung eines PC ist die Grafikkarte. Hier sollten Sie ein aktuelles Modell der beiden Marktführer nVidia oder ATI bevorzugen. Achten Sie bei der Grafikkarte auf einen Speicher von wenigstens 128 MB und 3D-Fähigkeit. Denn sonst haben Sie an neuen Spielen oder großformatigen Videos wenig Spaß. Der Zusammenbau alter und neuer Komponenten ist übrigens auch für Ungeübte keine große Herausforderung. Man sollte nur darauf achten, Kontakte von CPU, Speicherriegeln, Netz- und Grafikkarten nicht zu berühren. Denn durch statische Aufladung des Körpers, die schon beim Gehen mit Plastik- oder Gummisohlen auf Teppichboden entstehen kann, werden die empfindlichen Bausteine im Innern der Komponenten beschädigt. Entladen Sie Ihren Körper also vor jedem Griff in den Rechner an einem metallenen Gegenstand wie einem Heizkörper oder einer Türklinke. |


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