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Datenarchivierung:
So sind Sie immer auf der sicheren Seite

Nichts hält ewig, auch kein Datenträger! Während schriftliche Dokumente vielfach Jahrhunderte überdauern, können elektronische Archive manchmal schon nach ein paar Jahren unlesbar geworden sein. Aber keine Sorge: Wer die Archivierung systematisch angeht, ist vor Datenverlust sicher. Wir geben Tipps für die Praxis …

Technik veraltet schnell

Noch vor zehn Jahren gehörten so genannte QIC-Tapes zum Standard in der Datenarchivierung. Diese Magnetbänder speicherten höchstens ein paar Gigabyte und benötigten spezielle Laufwerke. Wollte man heute die damals damit archivierten Daten regenerieren, ist detektivisches Gespür und computertechnisches Know-how gefragt. Denn die Laufwerke gibt es höchstens noch auf Flohmärkten, ihre Installation in einem modernen PC dürfte nicht leicht sein. Oder denken Sie an die großen Floppy-Disks im 5,25-Zoll-Format. Heutige Computer besitzen oft noch nicht einmal Laufwerke für die kleineren 3,5-Zoll-Disketten. Diese Beispiele zeigen: Eine Wiederherstellung von archivierten Daten scheitert meist allein schon am technischen Fortschritt. Hinzu kommt, dass Magnetbänder und Disketten im Lauf von Jahren zu Datenverlust neigen, so wie alte Videokassetten, bei denen Störstreifen und bunte Bildpunkte den TV-Genuss trüben. Im Gegensatz zu Videokassetten enthalten magnetische Datenträger die Informationen aber in digitaler Form. Schon wenige Fehler in der Datenstruktur genügen, und das Archiv ist nur mit aufwändigen und damit teuren Technologien zu retten.

Silberscheiben als Alternative

Aber nicht nur Bänder und Disketten können nach Jahren unlesbar geworden sein, auch Festplatten. Denn auch sie arbeiten auf empfindlicher magnetischer Basis und unterliegen der technischen Entwicklung. Was also bleibt, um wichtige Daten dauerhaft zu speichern? Die nahe liegende Lösung: beschreibbare CDs und DVDs. Die sind eigentlich perfekt zur Archivierung geeignet: preiswert und mit hoher Speicherkapazität ausgestattet. Zudem unterliegen sie keinem magnetischen Verschleiß. Allerdings: Bei beschreibbaren CDs und DVDs erfolgt die Speicherung der Daten über eine chemische Veränderung der Beschichtung. Große Hitze kann bei den Silberscheiben ebenso zu Datenverlust führen wie hohe Luftfeuchtigkeit. Selbst industriell gefertigte CDs und DVDs, bei denen die Daten in Form winziger Vertiefungen (Pits) und somit auf rein physikalischer Basis abgespeichert sind, können sich nicht dem Zahn der Zeit entziehen. So berichtete das ZDF Mitte März über eine angebliche Zersetzung von CDs im Deutschen Musikarchiv. Einige der Audio-CDs aus den 80er-Jahren wären aufgrund von Materialermüdung unbrauchbar geworden.

So bleiben Sie immer aktuell

Wichtige Computerdaten auch für Jahrzehnte haltbar zu machen ist ganz einfach und letztlich unabhängig vom gewählten Medium. Man muss nur gewährleisten, dass die Daten ständig lesbar bleiben, das heißt in der Praxis: Übertragen Sie Ihr Archiv beispielsweise jedes Jahr zwischen Weihnachten und Neujahr von den bisherigen Datenträgern auf neue. Das können CDs und DVDs ebenso sein wie Festplatten oder Medien, die heute erst noch in der Entwicklung sind. Datenverlusten beugen Sie damit vor und stellen zugleich sicher, dass die Datenträger immer dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. Lagern sollten Sie die Medien an einem kühlen und trockenen Ort und möglichst nicht da, wo auch Computer, Drucker oder andere elektronische Geräte stehen. Denn sollte es einmal zu einem Kurzschluss und in dessen Folge zu einem Zimmerbrand kommen, bleibt Ihr wertvolles Datenarchiv erhalten.



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