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DVD-Video:
So kommen Sie zum besten Bild

DVD-Player und -Rekorder haben längst den guten alten VHS-Rekorder abgelöst. Dennoch nutzen viele Zuschauer die damit einhergehende potenziell bessere Bildqualität nicht aus: Sie haben Player und Fernseher beziehungsweise Beamer mit dem falschen Kabel verbunden. Wir verraten, wie Sie ohne großen Aufwand zum besten Bild kommen.

SCART – der europäische Standard für Video und Ton-Signale

Die europäische SCART-Norm findet sich bei nahezu allen halbwegs modernen TV- und Videogeräten. Erkennbar sind die Anschlussbuchsen an ihrer eckigen, asymmetrischen Form. Die Tücke dieses Standards liegt in der Vielzahl der angebotenen Kabel. So gibt es Verbindungen, die nur die einfachsten Videosignale (FBAS oder Composite) und den Stereoton weiterleiten. Und das auch nur in eine Richtung. Wird ein solches Kabel – erkennbar an vielen fehlenden Steckkontakten – verkehrt herum angeschlossen, sieht man entweder gar nichts oder nur ein mit VHS-Video vergleichbares Bild. Damit dies nicht passiert, sollten Sie beim Kauf eines SCART-Kabels auf die so genannte Vollbeschaltung achten. Dabei sind sämtliche 20 Steckkontakte vorhanden und miteinander verbunden. Wenn sowohl Ihr DVD-Player als auch Ihr Fernseher beziehungsweise Beamer über den SCART-Anschluss mehr als nur FBAS-Signale übertragen, kommen Sie automatisch in den Genuss eines klareren Bildes mit mehr Schärfe und weniger Farbschlieren.

S-Video – wenn es etwas besser sein soll

Beim FBAS- oder Composite-Anschluss werden Farb-, Helligkeits- und Steuersignale über eine einzige Leitung geführt (FBAS steht für Farb-Bild-Austast-Synchron). Das kann zur gegenseitigen Beeinflussung der Signale führen, was zu einem leicht verwaschenen, zu Farbschlieren neigendem Bild führt. Deutlich besser sieht das Ergebnis bei S-Video aus, hier nutzen Farb- und Helligkeitssignale jeweils eine eigene Leitung, die gegenseitige Beeinflussung ist auf ein Minimum reduziert. Manche Videogeräte übertragen S-Video-Signale über den SCART-Anschluss, herausfinden lässt sich das aber nur durch Nachschlagen in der Bedienungsanleitung – oder durch Ausprobieren. Vielfach allerdings findet sich neben dem SCART-Anschluss eine kleine rund Buchse, entweder mit S-Video oder Hosiden beschriftet. Wenn das bei Ihren Wiedergabe- und Abspielgeräten der Fall ist, sollten Sie statt eines SCART-Kabels unbedingt ein S-Video-Kabel verwenden. Aber Achtung: Über S-Video werden keine Audiosignale weitergeleitet, nutzen Sie dafür die fast immer dafür vorhanden Cinch-Anschlüsse (bei normalem Stereo steht Rot für den rechten, Weiß für den linken Kanal).

RGB – schon fast optimal

RGB bedeutet Rot, Grün und Blau – die Grundfarben des Farbfernsehsystems. Jedes Farbsignal läuft bei dieser Anschlussart über eine eigene Leitung, die zur Synchronisation notwendigen Informationen sind in der Regel dem Grün-Signale beigemischt. RGB ergibt deutlich schärfere und detailreichere Bilder als FBAS oder S-Video, entsprechende Verbindungsmöglichkeiten finden sich aber leider sehr oft nur bei hochwertigen Geräten. Ob Ihr Player, Beamer oder Fernseher RGB direkt verarbeiten kann, erkennen Sie an den Anschlüssen fürs „Komponenten-Video“ – drei Cinch-Buchsen, die vielfach (und falsch) mit YUV oder (richtig) mit YPbPr beschriftet und mit Farbringen für Rot, Grün und Blau gekennzeichnet sind. Falls Sie einen Beamer des Herstellers NEC verwenden: Die meisten Geräte können auch RGB verarbeiten, aber zum Anschluss ist ein besonderer Adapter für die Cinch-Kabel notwendig, da hier Computer- und Videosignale über die gleiche Buchse (VGA-Anschluss) eingespeist werden können.

Progressives RGB – der Königsweg

Normale Video-Signale – von FBAS bis RGB – verlassen den DVD-Player oder -Rekorder im Takt des Fernsehsignals, also mit 25 Halbbildern pro Sekunde, die beim Wiedergabegerät nacheinander (erst die ungeraden, dann die geraden Zeilen) ausgegeben werden. Durch die Trägheit des menschlichen Auges erscheinen die beiden Halbbilder als ein einziges Bild. Dennoch ist ein leichtes Flimmern bemerkbar. Progressives RGB dagegen legt ständig ein Halbbild in einem Bildspeicher ab und gibt es zusammen mit dem nachfolgenden Halbbild als ein Vollbild aus. Aus den 50 Halbbildern pro Sekunde werden so 50 Vollbilder – das Flimmern verschwindet. Wenn Ihr DVD-Player progressives RGB unterstützt (im Menü nachsehen), sollten Sie den Video-Ausgang unbedingt damit betreiben. Sie erzielen dann ein bei der Video-Wiedergabe bestmögliches Bild. Eine Steigerung gibt es allerdings noch: HDTV, das hochauflösende Fernsehen. Derzeit allerdings steht noch nicht fest, welcher Speicherstandard schließlich das Rennen macht, Blu-Ray oder HD-DVD. Hinzu kommen die hohen Preise von Aufnahme und Wiedergabegeräten und ein äußerst bescheidenes Angebot bei bespielten DVDs. Statt in eine noch nicht massentaugliche Technik zu investieren, sollten Sie aus dem vorhandenen oder preiswert zu erwerbenden Equipment das Beste herausholen. Wie das funktioniert, wissen Sie ja jetzt …



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