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DAS WAREN DIE TOPPS UND FLOPS

Das Jahr 2007 hat uns einige digitale Überraschungen beschert – sowohl positive als auch negative. Hier unsere Bilanz:

Handy-Fotos: So machen Sie wirklich gute Bilder

Kamera-Handys mit drei oder mehr Megapixeln Auflösung sind heute fast schon Standard. Deshalb müsste man eigentlich auch von Handy-Kameras sprechen, also von digitalen Fotoapparaten, mit denen man auch telefonieren kann. Dennoch ist es gar nicht so einfach, mit den Winzlingen wirklich gute Bilder zu machen. Wir verraten Ihnen, wie es geht …

Hohe Auflösung hat auch Nachteile

Größtes Manko der Kamera-Handys – und zugleich ihr wichtigstes Verkaufsargument – ist die Auflösung. Schon die Sensoren von Kamera-Handys weit unterhalb der 3-Megapixel-Marke sind so winzig, dass nur technische Tricks zu brauchbaren Bildern führen. Zu diesen Tricks gehört die Interpolation fehlender Bilddaten: Ist das einfallende Licht zu gering, „schätzt“ die Elektronik Farbe und Helligkeit nicht erfassbarer Pixelsignale. Das führt zum so genannten Bildrauschen – bunte Pixel vor allem in schwarzen oder dunkelgrauen Bildteilen. Nun sorgt eine höhere Auflösung nicht etwa für eine Verbesserung des Rauschens, ganz im Gegenteil. Hier müssen sich viel mehr Fotozellen das einfallende Licht teilen, entsprechend groß ist der Anteil zu interpolierender Bildanteile, das Foto wird in dunklen Bereichen noch bunter.

Vorsorge oder Nachbearbeitung

Zwei Wege gibt es, das Bildrauschen zu reduzieren: Der eine bezieht sich unmittelbar auf die Aufnahme, der andere auf die „Reparatur“ verrauschter Bilder. Beginnen wir mit der Aufnahme.

Bei jedem Fotoapparat hat die Helligkeit des Motivs entscheidenden Einfluss auf die Bildqualität. Existiert viel Licht, kann am Objektiv eine kleinere Blende oder an der Kamera eine kürzere Verschlusszeit eingestellt werden, was die Schärfe verbessert beziehungsweise die Verwacklungsgefahr minimiert. Außerdem muss die Empfindlichkeit des Aufnahmematerials (Film beziehungsweise Sensor) nicht sonderlich groß sein. Früher nutzte man für Aufnahmen in dunklen Umgebungen hochempfindliche Filme, heute setzt man einfach den ISO-Wert des Sensors höher. Die negativen Effekte sind dabei fast gleich: Beim Film erscheint das Bild sehr grobkörnig, beim Sensor entsteht das Rauschen. Zum Glück haben sich die Hersteller der Bildsensoren hinsichtlich der Empfindlichkeit des Materials an die Standards der Fotobranche gehalten. So lassen sich mit dem ISO-Wert 100 sowohl beim Film als auch digital nahezu optimale Ergebnisse erzielen. ISO 200 (doppelt so empfindlich wie ISO 100) ist ein guter Kompromiss. ISO 400 (doppelt so empfindlich wie ISO 200) dagegen zeigt gerade bei Handy-Kameras schon sehr viel Rauschen, noch höhere Werte sollten nur in Ausnahmefällen verwendet werden.

Wenn sich der ISO-Wert bei Ihrem Kamera-Handy nicht manuell einstellen lässt, können Sie die Empfindlichkeit des Sensors vielleicht über Motivprogramme steuern. Die geringste Empfindlichkeit (und damit das wenigste Rauschen) ergeben beispielsweise „Strand“ oder „Landschaft“, „Sport“ und „Nachtaufnahme“ dagegen stellen den Sensor auf sehr empfindlich, das Bildrauschen ist teilweise extrem. Abzuraten ist von der Einstellung „Automatik“, hier sind gute Bilder reine Glückssache …

Software mit Verbesserungsautomatik

Zum Verbessern verrauschter Aufnahmen gibt es entsprechende Software. Hier existieren teilweise sehr gute Programme, die sowohl als vollkommen kostenlose Freeware oder als in der Funktion leicht eingeschränkte Share- oder Demoware zur Verfügung stehen. Zu letzterer gehört „Neat Image“, das selbst Profi-Ansprüchen genügt. Dieses Programm, das zwischen 0,00 und 74,90 US-Dollar kostet, gibt es als „Plug in“, also als zusätzlichen Filter beispielsweise für Photoshop oder CorelDRAW, oder als eigenständiges Programm. Die Verbesserung des Rauschens geschieht vollautomatisch. Ähnlich komfortabel arbeitet „NoiseWare“, das es ebenfalls als Filter für existierende Bildbearbeitungsprogramme und als selbstständiges Programm („Standalone“) gibt. Der Hersteller von NoiseWare hat sich hinsichtlich seiner Preispolitik an NeatImage angelehnt: Die Software kostet zwischen 0,00 und 79,90 US-Dollar. Beide Programme gibt’s zwar nur in Englisch, doch dank der Automatikfunktionen erschließt sich die Bedienung ganz intuitiv.

Links zum Thema:

Hier finden Sie weitere Infos und Download-Möglichkeiten (in Englisch):

NeatImage: http://www.neatimage.com/index.html
NoiseWare: http://www.imagenomic.com/products.aspx



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