Mobile E-Mail-Kommunikation: So kommen Nachrichten automatisch aufs Handy
Für moderne Handys stehen sowohl das World Wide Web als auch die E-Mail-Kommunikation offen. Nur ein paar Klicks öffnen den Weg ins Netz. Gegenüber SMS-Mitteilungen gibt es aber auch einen großen Nachteil: Während Kurzbotschaften automatisch auf dem Handy-Display erscheinen, müssen E-Mails erst abgeholt werden. Wer unterwegs auf eine dringende E-Mail-Nachricht wartet, ist mit dem ständigen Abfragen also ziemlich beschäftigt. Aber es geht auch anders und ebenso bequem wie mit SMS: Mit E-Mail-Push. Und so funktioniert es in Eigenregie.
Umweg über SMS
Jeder der vier Mobilfunkbetreiber und auch zahlreiche Anbieter von E-Mail-Diensten bieten inzwischen die automatische Weiterleitung von E-Mails aufs Handy. Das kostet allerdings monatliche Gebühren und verlangt in der Regel ein E-Mail-Postfach beim jeweiligen Anbieter. Wer nur hin und wieder diesen Service benötigt, kann den Umweg über die SMS-Mitteilung gehen. Dabei wird die eingehende Mail ins SMS-Format umgewandelt und ans Handy geschickt. Notwendig ist dazu ein (auch in Abwesenheit laufender) PC, der regelmäßig das E-Mail-Postfach abfragt, ein an den Rechner angeschlossenes Modem und eine Software, beispielsweise „Mail2sms“. In das Programm gibt man die Rufnummer des SMS-Gateways beim Provider an (kann telefonisch erfragt werden) und die eigene Handy-Nummer. Sobald der PC eine E-Mail empfangen hat, wird diese konvertiert und sofort per SMS weitergeleitet. Für den Versand als Kurzbotschaft sollte man aber tunlichst nur eine E-Mail-Adresse verwenden, die bisher frei von Spam war. Ansonsten wird die Weiterleitung nicht nur lästig, sondern auch teuer.
Profi-Software für Privatkunden
Wer E-Mails auf dem Handy so empfangen will, wie sie abgeschickt wurden – beispielsweise mit Texten, Musik, Fotos oder Videos im Anhang – kommt mit der SMS-Konvertierung nicht weiter. Schließlich sind in einer Kurzbotschaft lediglich 160 Zeichen erlaubt. Trotzdem lässt sich ein passender Weiterleitungsdienst in Eigenregie aufbauen: Mit der Software „Unite“, die voraussichtlich Mitte des Jahres kostenlos zur Verfügung steht. Das Programm wird auf dem heimischen PC installiert und leitet E-Mails inklusive Anhänge im Push-Verfahren auf das Handy weiter. Einen Haken hat die Sache allerdings: Man benötigt dazu ein Smartphone des Herstellers Research in Motion (RIM). Dessen „Blackberry“ genannten Geräte erfreuen sich seit Jahren großer Beliebtheit überwiegend bei Geschäftsleuten – eben wegen E-Mail-Push. Jetzt aber hat RIM auch Privatanwender im Visier, für die das Unternehmen nicht nur den kostenlosen Push-Server, sondern auch spezielle Endgeräte anbieten will. Die neuen RIM-Handys namens „Pearl“ sind im Gegensatz zur Business-Variante mit Digitalkamera und Multimedia-Funktionen ausgestattet. Und sollen damit zur ernst zu nehmenden Alternative zu Nokia & Co. werden.
Links zum Thema:
Hier können Sie die Software „Mail2sms“ kostenlose herunterladen: