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2D-Barcodes: Alles über die geheimnisvollen Sticker

Gesehen hat sie mit Sicherheit jeder schon einmal: Die kleinen rechteckigen Klötzchengrafiken, die als Briefmarkenersatz Umschläge zieren, bei Lottoscheinen die getippten Zahlen repräsentieren oder auf Fahrscheinen das Reiseziel angeben. Unternehmen setzen immer häufiger diesen so genannten 2D-Barcode ein, da sich auf einer relativ kleinen Fläche sehr viele Informationen unterbringen lassen. Wir verraten Ihnen, wie 2D-Barcodes funktionieren und wie Sie diese auch online für eigene Zwecke nutzen können …

Scannen statt tippen

Den klassischen Barcode – hierzulande mit EAN (European Article Number) bezeichnet – findet man auf jedem Produkt. Er sorgt beispielsweise dafür, dass die Kassiererin im Supermarkt die Ware nur über den Scanner ziehen muss, ein Computer im Hintergrund ermittelt aus den übertragenen Daten dann automatisch den Verkaufspreis und aktualisiert den Warenbestand. Nachteil des „eindimensionalen“ Strichcodes: Er ist auf maximal 13 Ziffern begrenzt. Im zweidimensionalen Barcode lassen sich dagegen mehrere Tausend Zeichen unterbringen. Noch allerdings existiert kein weltweit bevorzugter Standard. Während bei Lottoscheinen der PDF417-Code verwendet wird, setzt die Post bei der elektronischen Briefmarke auf die „DataMatrix“, ein Code, der auch bei 25 Prozent Unlesbarkeit noch das richtige Ergebnis liefert. Die Deutsche Bahn wiederum verwendet für ihre Online-Tickets den „Aztec“-Code, ein in Deutschland mittlerweile sehr beliebtes Kodierverfahren.

Mit dem Foto ins Netz

Eine der interessantesten Anwendungen für 2D-Barcodes kommt aus der Werbung. Dabei werden sowohl Produkte als auch Plakate und Anzeigen mit der Klötzchengrafik ausgestattet. Der Code enthält dann den direkten Link beispielsweise zu einer Webseite des Unternehmens. Bleibt die Frage: Wie lässt sich der Code lesen? Ganz einfach: Mit dem Handy! Benötigt werden dafür die Fotofunktion und ein kleines auf dem Telefon installiertes Programm. Wird der 2D-Code fotografiert, übersetzt die Software die Grafik in Buchstaben und Zahlen. Handelt es sich um eine Internetadresse, kann diese sofort angesteuert werden.

Kostenlose Software zum Erzeugen und Auslesen

Wer selber 2D-Barcodes erzeugen will, muss dazu weder ein spezielles Gerät noch ein Programm kaufen. Die kanadische Firma BarcodeSoft hat einen Generator ins Netz gestellt, der 19 unterschiedliche Codes unterstützt, unter anderem auch die zweidimensionalen PDF417, DataMatrix, QR-Code und Aztec. Man gibt einfach den zu übersetzenden Text in ein Feld ein, wählt Größe und Ausgabeformat, schon erscheint der Code auf dem Bildschirm und muss nur noch als Bild abgespeichert werden. Der Service ist vollkommen kostenlos. Gratis gibt es auch das Leseprogramm fürs Handy, es funktioniert auf den meisten Modellen, die Java-Programme unterstützen und eine Fotofunktion bieten.

Links zum Thema:

Hier lassen sich online Barcodes generieren:

http://www.barcode-soft.com/de-de/online-barcode-generator.aspx

Hier gibt es den kostenlosen Reader für Mobiltelefone mit Fotofunktion und Java-Unterstützung:

http://code.google.com/p/zxing/wiki/GetTheReader



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