Frühjahrsputz:
So bringen Sie Ihren PC auf Vordermann
Staub findet sich nicht nur unterm Sofa, sondern auch am PC-Arbeitsplatz. Ist der Rechner länger als ein Jahr täglich mehrere Stunden gelaufen, ist er sicherlich reif für eine gründliche Reinigung. Die Säuberungsaktion sollte aber nicht nur PC-Gehäuse, Monitor, Tastatur und Maus zugute kommen, auch auf der Festplatte hat sich einiges an „Unrat“ angesammelt. Hier unsere Tipps für den Frühjahrsputz …
Monitor und Tastatur erstrahlen in neuem Glanz
Fingerabdrücke, Nieser und Staub machen den Monitor im Lauf der Zeit recht unansehnlich. Röhrengeräte putzt man am besten mit einem speziellen dafür geeigneten Reiniger und einem weichen Putztuch. Bei Flachbildschirmen sollte etwas schonender vorgegangen werden, da es sonst zu Schäden an der empfindlichen Oberfläche kommt. Am besten eignen sich Antistatik- und Brillenputztücher. Wichtig: Den Monitor vor der Reinigung ausschalten! Als ein Paradies für Bakterien erweist sich die Tastatur. Hautschuppen und Essensreste finden leicht ihren Weg in die Zwischenräume der Tasten und bilden eine gefragte Nahrungsgrundlage. Bei einer klassischen Tastatur zum Reinigen einfach das Tastenbrett auseinander schrauben. Der obere Teil - das Tastenfeld ohne Platine – lässt sich mit der Hand abwaschen oder in der Spülmaschine reinigen. Schmutz aus dem unteren Teil der Tastatur mit Platine kann man heraus schütteln, mit einer Druckluftflasche auspusten oder vorsichtig mit Reinigungsmittel entfernen. Moderne Multimedia-Tastaturen müssen schonender gereinigt werden: Mit Reinigungsflüssigkeit und Wattestäbchen oder Druckluft kommt man am besten in die Tastenzwischenräume.
Ran an Maus und PC-Gehäuse
Auch die Maus entwickelt sich schnell zu einer Bakterienschleuder und sollte häufiger geputzt werden, am besten mit Glasreiniger und einem Putztuch. Schmale Ritzen befreit man mit einem spitzen Gegenstand wie einer Nagelschere vom Staub. Mäuse älterer Bauart mit Gummiball verschmutzen sehr schnell, deshalb sollten diese auch im Inneren von Schmutzpartikeln befreit werden. Das PC-Gehäuse staubt durch die Lüfter im Netzteil und auf der Hauptplatine ein. Außen wird der Staub mit einem Staubtuch entfernt. Für die Innenreinigung das Gerät zunächst vom Stromnetz trennen und aufschrauben. Der Staub wird am einfachsten mit Druckluftspray aus dem Gerät gepustet. Ebenso kann man die Komponenten vorsichtig mit einem feinen Aufsatz des Staubsaugers absaugen. Dabei insbesondere die Lüfter der CPU, der Grafikkarte und des Netzteils sorgfältig reinigen. Auf keinen Fall sollte die Hardware mit einem Lappen oder gar Wasser gereinigt werden.
Entrümpeln der Festplatte
Offensichtlicher Datenmüll sollte auf der Festplatte zunächst manuell gelöscht werden. Dazu zählen vor allem Dateien, die doppelt abgelegt sind oder auch gar nicht mehr benötigt werden. Typisch sind so genannte temporäre Dateien, erkennbar am Kürzel .tmp. Diese Dateileichen benötigen viel Platz, lassen sich aber anhand des Kürzels über die Suchfunkton schnell finden. Auch nicht benötigte Software macht den PC langsam und sollte deshalb regelmäßig gelöscht werden. Dabei entstehen allerdings oft Datenreste, die ebenfalls entfernt werden sollten. Dafür eignen sich sehr gut kostenlose Hilfsprogramme wie „RegCleaner“ und „Spybot - Search & Destroy“. Bei Windows lässt sich zusätzlicher Speicherplatz auf der Festplatte mit der Datenträgerbereinigung schaffen (Klick mit der rechten Maustaste auf das Festplattensymbol, dann „Eigenschaften“ wählen). Sie durchsucht das Laufwerk und zeigt nicht mehr benötigte Programmdateien an, die ohne Risiko gelöscht werden können. Ist der Rechner längst nicht mehr so schnell wie früher, bewirkt die Defragmentierung der Festplatte in der Regel einen enormen Leistungsschub. Denn Dateien werden auf der Festplatte im Laufe der Zeit fragmentiert, das heißt zerstückelt abgespeichert. Diese Zerstückelung ist nicht bedenklich, sie verlängert aber den Zugriff auf die Datei. Durch die Defragmentierung werden zerstückelte Dateien zusammengeführt und ein großer zusammenhängender freier Speicherblock erstellt. Das gewährleistet einen schnelleren Zugriff sowie effizienteres Speichern neuer Daten.