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Handy-Wegweiser: Das steckt hinter HSDPA & Co.

Wer sich ein neues Handy zulegen will und einen Blick in dessen technische Daten wirft, trifft dort auf zahlreiche kryptische Abkürzungen. SMS und MMS mögen ja vertraut klingen, aber wie sieht es mit HSDPA oder EDGE aus? Was steckt da hinter, und vor allem: Braucht man das? Wir lüften den Schleier …

DVB-H

DVB-H (vom englischen Digital Video Broadcasting - Handhelds, zu deutsch Digitaler Videorundfunk für Handgeräte) ist ein Übertragungsstandard, mit dem sich digitale Rundfunk- und Fernsehprogramme vornehmlich über mobile Geräte empfangen lassen. DVB-H wird wie das digitale Antennenfernsehen DVB-T terrestrisch (also vom Erdboden aus) ausgesendet und baut auf dessen Technik auf.

EDGE

EDGE (Enhanced Data rates for GSM Evolution – Erweiterte Datenraten für die GSM-Weiterentwicklung) ermöglicht eine höhere Datenübertragungsgeschwindigkeit in GSM-Mobilfunknetzen. EDGE ist sozusagen die nächste Ausbaustufe des Datendienstes GPRS, gilt aber lediglich als Zwischenstufe zum leistungsfähigeren UMTS.

GPRS

Der General Packet Radio Service (Allgemeiner paketorientierter Funkdienst) ist ein Übertragungsdienst, bei dem die Daten wie im Internet paketweise gesendet und empfangen werden. Erst wenn die Daten das Handy verlassen, wird der Funkraum besetzt, ansonsten ist er für andere Benutzer frei. Deshalb muss kein Funkkanal dauerhaft (wie bei HSCSD) für einen Benutzer reserviert zu werden. GPRS-Abrechnungen sind somit hauptsächlich von den übertragenen Datenmengen abhängig und nicht von der Verbindungsdauer. Die Übertragungsgeschwindigkeit liegt etwa im ISDN-Bereich (rund 64 kBit/s).

GSM

Das Global System for Mobile Communications (früher Groupe Spécial Mobile) ist ein Standard für volldigitale Mobilfunknetze, der hauptsächlich für Telefonie, aber auch für leitungsvermittelte und paketvermittelte Datenübertragung sowie Kurzmitteilungen (Short Messages) genutzt wird. Es ist der erste Standard der sogenannten zweiten Generation („2G“) als Nachfolger der analogen Systeme der ersten Generation und ist der weltweit am meisten verbreitete Mobilfunk-Standard.

HSCSD

High Speed Circuit Switched Data (deutsch etwa schnelle leitungsvermittelte Datenübertragung), ist eine Erweiterung des GSM-Mobilfunk-Standards CSD, um eine schnellere Datenübertragung zu erreichen. Durch Bündelung mehrerer Datenkanäle können theoretisch Datenübertragungsraten bis etwa 115,2 kBit/s erreicht werden. Inzwischen hat HSCSD gegenüber paketorientierter Datenübertragung deutlich an Bedeutung verloren, zumal hier die Verbindungsdauer über mehrere Kanäle und nicht die übermittelte Datenmenge berechnet wird.

HSDPA

Mit dem High Speed Downlink Packet Access (etwa: Paket-Download in Hochgeschwindigkeit) steht die derzeit schnellste Datenübertragung in Mobilfunknetzen (Feststation zu Handy) zur Verfügung. HSDPA ist ein Übertragungsverfahren des Mobilfunkstandards UMTS und ist mit in der Praxis realisierbaren 3600 kBit/s schneller als übliche DSL-Verbindungen über das Festnetz.

HSUPA

Der High Speed Uplink Packet Access funktioniert wie HSDPA, als Absender der Daten fungiert hier aber das Handy (daher Uplink). Mit HSUPA konnten bereits bis zu 5800 kBit/s erreicht werden. Noch ist das deutsche Netz dafür aber nicht ausreichend ausgebaut, so dass bei den beiden größten Providern Uplink-Raten von lediglich 1450 kBit/s zur Verfügung stehen.

UMTS

UMTS (Universal Mobile Telecommunication System – Universelles mobiles Telekommunikationssystem, oft auch nur „3G“ für 3. Generation genannt) ist eine Breitbandfunktechnik, die ab Mitte 2004 eingeführt wurde. Die größten Mobilfunkanbieter haben sich auf diesen weltweiten Standard geeinigt. Die Übertragungsgeschwindigkeit von Daten liegt theoretisch bei etwa 2000 kBit/s, in der Praxis werden allerdings nur 384 kBit/s erreicht. Zur Beschleunigung wird deshalb vielfach HSDPA eingesetzt.



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