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Digitales Wohnzimmer: Darauf sollten Sie achten

Bald heißt es wieder: Ran an den Einkaufszettel für die Weihnachtsgeschenke. In den kommenden Wochen locken vor allem Discounter mit "super-günstigen" Schnäppchen rund ums Home Entertainment – vom DVD-Rekorder bis zum HDTV-Fernseher. Tolle Geschenke, sollte man meinen, die dazu noch den Geldbeutel schonen. Experten warnen allerdings vor billiger, aber auch oft veralteter Technik. Damit es zu den Festtagen keine Enttäuschungen gibt, hier die wichtigsten Tipps für ungetrübten Multimedia-Genuss im digitalen Wohnzimmer. Darauf sollten Sie beim Kauf achten:

Fernseher

Röhrengeräte sind schon lange nicht mehr aktuell. Heute besitzen TV-Empfänger Flachbildschirme, entweder in LCD- oder Plasmatechnik. Das Bild von LCD-Geräten ist zwar nicht ganz so kontrastreich wie bei einem Röhrenfernseher und zeigt bei sehr schnellen Bewegungen winzige Schlieren, diese Nachteile kann man aber angesichts der absoluten Flimmerfreiheit und des geringen Stromverbrauchs in Kauf nehmen. Plasmafernseher sind vor allem deshalb so beliebt, weil die Bildschirme bei nur wenigen Zentimeter Tiefe ziemlich groß sein können. Die Diagonale kann deutlich mehr als zwei Meter betragen. Im Vergleich zu LCD-Geräten zeigen Plasmasysteme ein viel helleres und kontrastreicheres Bild. Selbst in lichtdurchfluteten Räumen sind die Details noch sehr gut zu erkennen. Die 16:9-Wiedergabe gehört sowohl bei LCD- als auch bei Plasmageräten ebenso zu den herausragenden Ausstattungsmerksmalen wie die fast immer anzutreffende Kompatibilität zu HDTV. Die Abkürzung steht für High Definition TV = hoch auflösendes Fernsehen. Wichtig: Achten Sie beim Kauf unbedingt auf das "HDready"-Logo. Denn nur dann ist wirklich gewährleistet, dass der Apparat auch tatsächlich HDTV-Signale empfangen und darstellen kann.

Den analogen Empfang von Fernsehsendern über die normale Dach- oder Zimmerantenne wird es in Deutschland spätestens ab 2010 nicht mehr geben. Schon jetzt haben die meisten Sender diesen Dienst eingestellt. Für den Fernsehzuschauer bleiben somit nur der gebührenpflichtige Kabelanschluss, der Satellitenempfang – oder der Empfang über das so genannte "Überall-Fernsehen" DVB-T. Die Abkürzung steht für "Digital Video Broadcasting-Terrestrial", zu Deutsch etwa "digitale Video-Sendungen auf terrestrischer Basis". Terrestrisch bedeutet erdgebunden – die Sendeantennen befinden sich also nicht im Weltraum wie beim Satelliten-Fernsehen, sondern stehen auf dem Erdboden. Abgestrahlt werden die TV-Signale digital, und zwar im gleichen Format wie bei der DVD: in MPEG. DVB-T-Sendungen lassen sich in der Bildqualität also durchaus mit DVDs vergleichen. Wichtigste Voraussetzungen für den Empfang ist – wie beim Satelliten-Fernsehen – eine Set-Top-Box. Ein kleiner Kasten, der direkt an den Videorekorder beziehungsweise an den Fernseher angeschlossen wird. Einige Fernsehgeräte sind bereits standardmäßig mit einem DVB-T-Empfangsteil ausgerüstet und sind damit als Geschenk prädestiniert, denn bei ihnen gibt es nichts mehr zu konfigurieren.

TV-Rekorder

DTV-Sendungen nimmt man heute digital auf – mit einem DVD- oder Festplattenrekorder. DVD-Rekorder funktionieren wie ein klassischer Videorekorder, statt der Videokassette beschreibt er allerdings eine mehrfach wieder verwendbare DVD. Reine DVD-Rekorder haben allerdings einen Nachteil: Auf eine DVD passt nur etwa eine Stunde Programm in höchster Bild- und Tonqualität. Wenn mehr drauf soll, muss man qualitative Abstriche in Kauf nehmen. Die fallen in der Praxis aber weniger ins Gewicht, als es den Anschein hat. War man bisher mit der VHS-Qualität zufrieden, lassen sich bei vergleichbarer Bildgüte rund drei Stunden Programm auf einer DVD-R/RW unterbringen. Für die kurzfristige Archivierung ist das ein absolut akzeptables Kriterium.

Das Problem der systembedingt kleinen Speicherkapazität kennen Festplatten-Videorekorder nicht. Hier übernimmt eine eingebaute Harddisk ab 80 Gigabyte Größe die Aufzeichnung. Entsprechend groß ist die Aufzeichnungsdauer: Sie liegt bei wenigstens 16 Stunden. Festplatten-Rekorder speichern Sendungen aber nicht nur auf Harddisk. Sie "brennen" auch DVDs, so dass mit ihnen Sendungen problemlos archiviert werden können.

Home Entertainment PC

Wer zu Weihnachten das ultimative Gerät fürs Home Entertainment verschenken will, sollte zu einem entsprechend konfigurierten PC greifen. Der Rechner ist dabei die zentrale Steuereinheit, er empfängt TV- und Radiosendungen, spielt CDs und DVDs ab, speichert multimediale Inhalte auf Festplatte und kommuniziert übers Internet. Die Konfiguration einer solchen Anlage ist allerdings kein Kinderspiel. Damit alle Audio-, Video- und Computersignale einwandfrei verarbeitet werden können, müssen sämtliche Komponenten miteinander harmonieren. Um dies zu gewährleisten, hat beispielsweise der Chip-Hersteller Intel die ViiV- (sprich: Waif) Initiative gestartet. Dabei steht der Computer im Mittelpunkt der Multimedia-Welt. Alle Endgeräte wie Fernseher, Musikanlage oder DVD-Player sind an diesen angeschlossen. Außerdem lassen sich über die Netzwerkfähigkeit des Computers auch Musikanlagen oder Fernseher in anderen Zimmern sowie weitere Computer anschließen. In der Theorie sollen alle Komponenten sofort oder nach sehr einfacher Konfiguration erkannt werden, ohne dass man sich im Internet auf die langwierig Suche nach Updates oder Treibern machen muss. Sollten einzelne Komponenten oder Geräte doch mal ein Software-Update brauchen, suchen diese über das Internet selbstständig nach entsprechenden Updates und installieren sie automatisch.

Link zum Thema:

Wer mehr über die ViiV-Initiative wissen will - hier gibt's die Informationen aus erster Hand:

http://www.viivpc.de/



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